Taufe & Abendmahl
Was bedeutet die Taufe?
Vielleicht überlegst du schon länger, dich taufen zu lassen, oder warst gerade erst bei einer Taufe bei uns und fragst dich, ob das auch etwas für dich wäre. Vielleicht wurdest du als Baby getauft und bist unsicher, was das heute noch bedeutet. Diese Seite erklärt, was die Taufe ist, warum wir sie als bewusste Entscheidung eines Gläubigen feiern und wie der Weg dahin bei uns aussieht, Schritt für Schritt.
Lesezeit ca. 8 Minuten
«So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf dass, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, so auch wir in einem neuen Leben wandeln.»Römer 6,4
Was ist die Taufe
Die Taufe ist ein Bild, kein Zauber. Wenn du untertauchst, zeigst du mit deinem Körper, was innerlich längst geschehen ist: Das Alte in dir ist mit Jesus gestorben, du stehst mit ihm zu neuem Leben auf. Deshalb taufen wir durch vollständiges Untertauchen: Begraben werden und aufstehen, genau dieses Bild gebraucht die Bibel für die Taufe (Römer 6,3-4). Die Taufe ist keine Erfindung der Kirche. Jesus selbst hat seine Jünger dazu beauftragt. Sie ist ein einmaliges, öffentliches Bekenntnis: Vor Zeugen zeigst du, was du im Herzen längst glaubst, nämlich dass Jesus Christus dein Leben trägt.
«Darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes»
Warum wir die Gläubigentaufe praktizieren
Als Gemeinde praktizieren wir bewusst die Gläubigentaufe: ein öffentliches Bekenntnis des eigenen Glaubens, kein Ritual, über das jemand anderes für dich entscheidet. Wo die Bibel von Taufen erzählt, geht der eigene Glaubensschritt voran, wie beim äthiopischen Kämmerer, der sich taufen lässt, sobald er glaubt (Apostelgeschichte 8,36.38). Deshalb setzt die Taufe bei uns voraus, dass du selbst glaubst und das sagen kannst.
«Die nun sein Wort annahmen, ließen sich taufen; und an diesem Tage wurden hinzugefügt etwa dreitausend Menschen.»
Taufe und Heiliger Geist
Pfingsten ist der Tag, an dem die Kirche begann, und er gibt unserer Bewegung bis heute den Namen. In der allerersten Predigt an diesem Tag gehören drei Dinge zusammen: Umkehr, Taufe und das Geschenk des Heiligen Geistes. Als Pfingstgemeinde nehmen wir diese Zusage ernst. Dabei ist uns die Reihenfolge wichtig: Die Taufe rettet dich nicht. Gerettet wirst du allein durch den Glauben an Jesus. Aber Gott lässt deinen Gehorsam nicht unbeantwortet: Er beschenkt dich mit seinem Heiligen Geist. Dieser Geist hilft dir beim Beten (Römer 8,26) und gibt dir Kraft, weiterzusagen, was du mit Jesus erlebt hast (Apostelgeschichte 1,8).
«Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes.»
Wann bin ich so weit
Wichtiger als eine Zahl ist eine andere Frage: Glaubst du selbst, dass Jesus für dich gestorben und auferstanden ist, und willst du ihm dein Leben anvertrauen? Kannst du das mit Ja beantworten, bist du bereit, auch wenn dein Glaube noch jung ist und du längst nicht alle Antworten hast. Geht es um ein Kind oder einen Jugendlichen, oder bist du selbst unsicher: Sag uns einfach Bescheid, dann schauen wir gemeinsam drauf.
«Da sprach der Kämmerer: Siehe, da ist Wasser; was hindert's, dass ich mich taufen lasse?»
Wie läuft eine Taufe bei uns ab
Eine Taufe bei uns ist kein spontanes Ereignis, sondern ein Weg, den du gemeinsam mit uns gehst, mit genug Zeit für Fragen und ohne Druck. So sieht dieser Weg aus, Schritt für Schritt.
Schritt 1 von 5: Was, wenn ich noch unsicher bin?
Das erste Gespräch
Melde dich einfach bei uns. Wir erklären dir, wie es bei dir weitergeht.
Hier ist Raum für deine Geschichte, deine Fragen und auch für Zweifel, in deinen eigenen Worten.
Egal ob du als Baby getauft wurdest oder deine Familie die Taufe anders sieht: Sprich es an, dafür ist dieses Gespräch da.
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Schritt 1 von 5: Was, wenn ich noch unsicher bin?
Das erste Gespräch
Melde dich einfach bei uns. Wir erklären dir, wie es bei dir weitergeht.
Hier ist Raum für deine Geschichte, deine Fragen und auch für Zweifel, in deinen eigenen Worten.
Egal ob du als Baby getauft wurdest oder deine Familie die Taufe anders sieht: Sprich es an, dafür ist dieses Gespräch da.
Schritt 2 von 5: Was passiert im Taufkurs?
Der Taufkurs
In unserer Wassertaufe-Vorbereitung gehen wir gemeinsam durch das, was die Taufe bedeutet. Du bekommst Raum für Fragen, bevor du dich festlegst.
Wir gehen gemeinsam durch die biblischen Grundlagen der Taufe, so wie wir sie als Gemeinde verstehen und leben.
Offene Fragen (auch zu deiner persönlichen Situation) haben hier ausdrücklich Platz.
Schritt 3 von 5: Muss ich das allein vorbereiten?
Dein Zeugnis vorbereiten
Wenn zu deiner Taufe ein kurzes Zeugnis dazugehört, geht es um deine eigene Geschichte: keine große Rede, keine Bühnenshow. Ehrlichkeit zählt mehr als Eloquenz.
Es geht um deine eigene Geschichte, erzählt in deinen eigenen Worten: Wie war dein Leben vorher, was hat sich durch Jesus verändert.
Du wärst damit nicht allein. Frag uns, wir gehen das gern gemeinsam mit dir durch.
«Seid allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist.»
Schritt 4 von 5: Wie läuft der Tag konkret ab?
Der Tauftag
An diesem Tag steigst du vor der versammelten Gemeinde ins Wasser.
Du bist nicht allein: Taufen finden bei uns als Gemeinde-Ereignis statt, vor der versammelten Gemeinde.
Du tauchst unter, als sichtbares Zeichen für das, was innerlich schon geschehen ist. Den genauen Ablauf für diesen Tag besprecht ihr vorher gemeinsam.
«Und er ließ den Wagen halten und beide stiegen in das Wasser hinab, Philippus und der Kämmerer, und er taufte ihn.»
Schritt 5 von 5: Was ändert sich jetzt?
Danach in der Gemeinde
Die Taufe ist kein Schlusspunkt, sondern ein Anfang. Und diesen Weg gehst du nicht allein.
Du bist eingeladen, in einem Hauskreis anzukommen: Dort wird Glaube im Alltag konkret.
Wachstum im Glauben bleibt ein Weg, kein einmaliger Moment. Die Taufe ist der sichtbare Anfang, nicht das Ziel.
«Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.»
Was kommt danach
Die Taufe ist kein Schlusspunkt, sondern ein Anfang. Die ersten Christen blieben nach ihrer Taufe nicht für sich. Sie lebten in fester Gemeinschaft und beteten füreinander. Mit deiner Taufe sagst du öffentlich: Ich gehöre zu Jesus.
«Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen.»
«Mit ihm seid ihr begraben worden in der Taufe; mit ihm seid ihr auch auferweckt durch den Glauben aus der Kraft Gottes, der ihn auferweckt hat von den Toten.»
Häufige Fragen
Stand August 2026. Fragen und Widerspruch sind ausdrücklich willkommen: schreib uns.