Gebet & Fasten
Fasten, erklärt in 5 Schritten
Fasten ist eine der ältesten geistlichen Übungen der Bibel: Wir legen für eine bestimmte Zeit bewusst etwas zur Seite (Essen, Gewohnheiten, Ablenkung), um Gott mehr Raum zu geben. Nicht als Leistung, sondern als Ausdruck von Demut, Sehnsucht und Umkehr. Auf dieser Seite führen wir dich Schritt für Schritt durch das Fasten, so wie wir es als Gemeinde leben.
Lesezeit ca. 8 Minuten
«Wenn ihr fastet, sollt ihr nicht sauer dreinsehen wie die Heuchler …»Matthäus 6,16

Fasten in einer Minute
Unser kurzes Erklärvideo führt dich durch die fünf Schritte des Fastens. Zum Ansehen und Weiterschicken.
Die ausführliche Fassung
Du willst es genauer wissen? In gut vier Minuten erklären wir jeden Schritt im Detail, mit allen vier Fasten-Arten und praktischen Tipps.
Der Weg durch das Fasten
Klicke dich durch die fünf Schritte, von der Vorbereitung bis zur Frage, warum Fasten kein einmaliges Ereignis bleiben soll.
Schritt 1 von 5: Wie fasten wir?
Geistliche und körperliche Vorbereitung
Gutes Fasten beginnt schon vor dem ersten Verzicht. Wer sich innerlich und äußerlich vorbereitet, fastet nicht aus Gewohnheit, sondern mit ausgerichtetem Herzen.
Geistlich vorbereiten: Nimm dir vor dem Fasten bewusst Zeit im Gebet. Prüfe deine innere Einstellung: Fasten ist kein religiöses Ritual, sondern eine Einladung zur Begegnung mit Gott. Auch Jesus fastete nicht aus eigenem Antrieb: Er wurde «vom Geist in die Wüste geführt» (Matthäus 4,1). Bitte den Heiligen Geist, dich in deine Fastenzeit zu führen.
Körperlich vorbereiten: Reduziere deine Nahrungsaufnahme schon einige Tage vorher schrittweise und trinke ausreichend. So fällt der Einstieg leichter und der Körper wird geschont.
Art des Fastens wählen: Komplettes Fasten, Wasserfasten, Danielfasten oder Teilfasten. Wähle die Form, die zu deinem körperlichen Zustand passt. Achte ehrlich auf deine Gesundheit.
Ablenkungen benennen: Fasten ist nicht nur Verzicht auf Nahrung, sondern auf alles, was uns von Gott ablenkt. Auch Handy, Medien oder Gewohnheiten können dazugehören.
«… kehrt um zu mir von ganzem Herzen mit Fasten, mit Weinen, mit Klagen!»
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Schritt 1 von 5: Wie fasten wir?
Geistliche und körperliche Vorbereitung
Gutes Fasten beginnt schon vor dem ersten Verzicht. Wer sich innerlich und äußerlich vorbereitet, fastet nicht aus Gewohnheit, sondern mit ausgerichtetem Herzen.
Geistlich vorbereiten: Nimm dir vor dem Fasten bewusst Zeit im Gebet. Prüfe deine innere Einstellung: Fasten ist kein religiöses Ritual, sondern eine Einladung zur Begegnung mit Gott. Auch Jesus fastete nicht aus eigenem Antrieb: Er wurde «vom Geist in die Wüste geführt» (Matthäus 4,1). Bitte den Heiligen Geist, dich in deine Fastenzeit zu führen.
Körperlich vorbereiten: Reduziere deine Nahrungsaufnahme schon einige Tage vorher schrittweise und trinke ausreichend. So fällt der Einstieg leichter und der Körper wird geschont.
Art des Fastens wählen: Komplettes Fasten, Wasserfasten, Danielfasten oder Teilfasten. Wähle die Form, die zu deinem körperlichen Zustand passt. Achte ehrlich auf deine Gesundheit.
Ablenkungen benennen: Fasten ist nicht nur Verzicht auf Nahrung, sondern auf alles, was uns von Gott ablenkt. Auch Handy, Medien oder Gewohnheiten können dazugehören.
«… kehrt um zu mir von ganzem Herzen mit Fasten, mit Weinen, mit Klagen!»
Schritt 2 von 5: Warum fasten wir?
Ziele definieren
Fasten ohne Ziel wird schnell zur bloßen Diät. Wer weiß, warum er fastet, hält durch und erlebt, wie Gott am Herzen arbeitet.
Gott näher kommen: Wir zeigen Gott, dass wir ihm näher kommen wollen, um seine Gnade zu erleben. Die Sehnsucht nach ihm steht über dem Verzicht.
Selbstreflexion: Fasten schafft Raum, sich selbst zu prüfen und Dinge im Leben zu ändern. Buße und Umkehr gehören zum Fasten dazu.
Reinigung: Die Reinigung beim Fasten kann sowohl geistlich als auch körperlich erfolgen. Altes darf losgelassen werden, Neues bekommt Platz.
Demut: Wir legen alles andere zur Seite und zeigen: Wir brauchen Gott in unserem Leben. Nicht unsere Pläne, sondern seine Gegenwart trägt uns.
«Ist nicht das ein Fasten, an dem ich Gefallen habe: Lass los, die du mit Unrecht gebunden hast, lass ledig, auf die du das Joch gelegt hast! Gib frei, die du bedrückst, reiß jedes Joch weg!»
Schritt 3 von 5: Wie führen wir das Fasten aus?
Die Durchführung
In den Tagen des Fastens verschiebt sich der Fokus: weg vom Teller, hin zu Gott. Vier Dinge tragen dich durch diese Zeit.
Verzicht auf Nahrung und Ablenkung: Wir verzichten, um Demut zu üben. Jeder Moment des Hungers darf zur Erinnerung werden: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.
Gebet und Bibellesen: Wir bitten um Veränderung und bringen unsere Anliegen vor Gott. Aus seinem Wort kommt die Stärkung, die das Essen in dieser Zeit nicht gibt. Und wenn dir die Worte fehlen, bist du nicht allein: «der Geist selbst tritt für uns ein mit unaussprechlichem Seufzen» (Römer 8,26).
Gemeinschaft: Wir bleiben mit der Gemeinde verbunden. Gemeinsames Gebet und Austausch machen das Fasten leichter und tiefer.
Kampf gegen sich selbst: Negative Emotionen und Gedanken kommen beim Fasten oft an die Oberfläche. Genau sie dürfen wir dem Heiligen Geist übergeben.
«Wenn du aber fastest, so salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht, damit du dich nicht vor den Leuten zeigst mit deinem Fasten, sondern vor deinem Vater, der im Verborgenen ist.»
Schritt 4 von 5: Wie beendet man das Fasten?
Die Nachbereitung
Das Ende des Fastens ist genauso wichtig wie der Anfang. Wer behutsam abschließt, nimmt den Segen der Fastenzeit mit in den Alltag.
Der Körper muss sich gewöhnen: Zu viel Nahrung direkt am Ende kann zu Schwierigkeiten führen. Brich das Fasten sanft: leichte Kost, kleine Portionen, viel trinken.
Gebet und Bibellesen weiterführen: Auch beim Beenden Gebet und Bibel nicht vernachlässigen. Die Nähe zu Gott, die im Fasten gewachsen ist, will im Alltag weitergelebt werden.
Zurückschauen und danken: Halte im Gebet, im Gespräch oder im Tagebuch fest, was Gott dir in der Fastenzeit gezeigt hat. Dankbarkeit macht den Segen sichtbar.
«dass er sättigt die durstige Seele und die Hungrigen füllt mit Gutem.»
Schritt 5 von 5: Warum Fasten nicht einmalig sein soll
Fasten als Lebensrhythmus
Fasten ist kein einmaliges Projekt, sondern ein Rhythmus des geistlichen Lebens. Die ersten Christen fasteten regelmäßig, und mitten in einer solchen Fastenzeit sprach der Heilige Geist zu ihnen. Als Pfingstgemeinde glauben wir: Er redet auch heute.
Demut: Wir sollten uns immer wieder demütigen, um Gott unsere Zuneigung zu zeigen. Regelmäßiges Fasten hält das Herz weich.
Nähe: Durch das Fasten ist die Nähe zu Gott umso größer. Wer diesen Weg wiederholt geht, vertieft seine Beziehung zu ihm Schritt für Schritt.
Umkehr: Durch das Fasten zeigen wir den Wunsch nach Veränderung, nicht nur einmal, sondern als Haltung, die unser Leben prägt.
Erhörung: Durch das Fasten zeigen wir Gott, wie wichtig uns unser Anliegen ist. Beharrliches Gebet mit Fasten hat in der Bibel Türen geöffnet.
Hören: Fasten schafft Stille. Als die Gemeinde in Antiochia betete und fastete, sprach der Heilige Geist (Apostelgeschichte 13,2). Wer fastet, darf mit offenem Herzen auf sein Reden achten.
«Als sie aber Gottesdienst hielten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Sondert mir aus Barnabas und Saulus zu dem Werk, zu dem ich sie berufen habe.»
Welche Art des Fastens passt zu dir?
Die Bibel kennt verschiedene Formen des Fastens. Wichtig ist: Wähle eine Form, die zu deinem körperlichen Zustand passt.
Komplettes Fasten
Wenige Stunden bis max. 1–3 TageGesunde Erwachsene mit Fasten-ErfahrungDabei verzichtest du für kurze Zeit auf Essen und Trinken, wie Esther es tat. Diese Form ist die intensivste und sollte nur kurz und mit großer Achtsamkeit auf den eigenen Körper praktiziert werden.
«So geh hin und versammle alle Juden, die in Susa sind, und fastet für mich, dass ihr nicht esst und trinkt drei Tage lang, weder Tag noch Nacht.»
Komplettes Fasten
Wenige Stunden bis max. 1–3 TageGesunde Erwachsene mit Fasten-ErfahrungDabei verzichtest du für kurze Zeit auf Essen und Trinken, wie Esther es tat. Diese Form ist die intensivste und sollte nur kurz und mit großer Achtsamkeit auf den eigenen Körper praktiziert werden.
«So geh hin und versammle alle Juden, die in Susa sind, und fastet für mich, dass ihr nicht esst und trinkt drei Tage lang, weder Tag noch Nacht.»
Wasserfasten
1 Tag bis mehrere TageGesunde Erwachsene, gern mit BegleitungBeim Wasserfasten wird auf jede Nahrung verzichtet, getrunken wird ausschließlich Wasser. Jesus selbst fastete 40 Tage in der Wüste, ein außergewöhnliches Vorbild, das zeigt: Die Kraft kommt aus der Abhängigkeit vom Vater, nicht aus dem eigenen Willen.
«Und da er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn.»
Danielfasten
1–3 WochenAuch für Einsteiger und längere ZeiträumeNach dem Vorbild Daniels wird auf Fleisch, Wein und «leckere Speise» verzichtet, heute oft auch auf Süßes. Gegessen wird einfach und pflanzlich. Eine alltagstaugliche Form, die sich gut über mehrere Wochen durchhalten lässt und Körper und Geist zur Ruhe bringt.
«Ich aß keine leckere Speise; Fleisch und Wein kamen nicht in meinen Mund; und ich salbte mich auch nicht, bis die drei Wochen um waren.»
Teilfasten
Frei wählbar, auch dauerhaft als RhythmusFür jeden, auch bei gesundheitlichen EinschränkungenDer Verzicht auf einzelne Mahlzeiten, Genussmittel oder Gewohnheiten: etwa das Mittagessen, Kaffee, Süßes oder bewusst auch Handy und Medien. Teilfasten macht das Fasten für jeden möglich: Es geht um das ausgerichtete Herz, nicht um die Härte des Verzichts.
«Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.»
Achte auf deinen Körper: Fasten ersetzt keine medizinische Behandlung. Bei chronischen Erkrankungen, Medikamenteneinnahme, Schwangerschaft, Stillzeit oder Essstörungen sprich bitte zuerst mit deinem Arzt und wähle im Zweifel eine sanfte Form wie das Teilfasten.
Du musst nicht allein fasten
Teile dein Anliegen mit uns, lass dich im Gebet begleiten oder such das persönliche Gespräch. Wir gehen den Weg gern mit dir.

«Dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten.»
Häufige Fragen
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Stand August 2026. Fragen und Widerspruch sind ausdrücklich willkommen: schreib uns.