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Geschichte · AT · Kapitel 14 von 66

2. Chronik

Jesus ist der rechtmäßige König von Juda.

Verfasser
Im Buch nicht genannt; die alte jüdische Überlieferung nennt Esra. 1. und 2. Chronik sind ursprünglich ein Werk.
Entstehung
Nach der Rückkehr aus Babylon, in Juda unter persischer Herrschaft; das Buch endet mit dem Erlass des Kyrus.
Gattung
Geschichtsbuch, erzählt aus der Sicht des Tempels und seines Dienstes.
Kernaussage
Gott hält an Davids Haus und an seinem eigenen Haus fest — und ruft ein Volk, das alles verloren hat, an diesen einen Ort zurück.

2. Chronik erzählt die Geschichte Judas noch einmal — für Leute, die aus Babylon zurückgekommen sind und wenig vorzuweisen haben. Neun Kapitel lang geht es fast nur um einen Bau: Gott bekommt in Jerusalem ein Haus (3,1). Danach folgen die Könige Judas, einer nach dem anderen; das Nordreich kommt kaum vor. Gemessen wird jeder an zwei Fragen: Was tut er mit dem Haus Gottes, und fragt er nach dem HERRN? Ahas räumt das Haus aus und schließt die Türen (28,24). Hiskia macht sie gleich zu Beginn seiner Regierung wieder auf (29,3). Josia lässt Land und Haus säubern (34,3–8). Am Ende brennt das Haus, das Volk geht nach Babel (36,19–20). Der letzte Absatz ist trotzdem eine Einladung: In Jerusalem darf wieder gebaut werden.

Schlüsselstellen

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2. Chronik 6,18–21.41–42Womit hört Salomos Gebet auf?StarkHeilslinie

Was hier steht

Das Haus steht — und bei der Einweihung stellt Salomo den eigenen Bau infrage. Kein Himmel fasst Gott; was soll dann ein Bau aus Stein (6,18)? Er bittet nicht um Gottes Einzug, sondern um etwas Kleineres und Größeres: Gott möge diesen Ort im Blick behalten und hören, wer hier betet (6,20). Fünfmal endet dieselbe Bitte gleich, mit Hören und Vergeben (6,21.25.27.30.39). Die Chronik schließt das Gebet anders als 1. Könige 8. Salomo hört nicht bei Israel auf, sondern beim Gesalbten. Gott solle sich von ihm nicht abwenden und an seine Zusagen an David denken (6,41–42). Das Haus ist kein Behälter für Gott, sondern eine Adresse für Schuldige. Die letzte Bitte gilt dem König.

Der Christus-Bezug

Nach demselben Muster läuft die Linie weiter. Johannes erzählt es mit einem Bild aus der Wüste: Gott schlägt sein Zelt in einem Menschen auf. Die Herrlichkeit, die früher ein Haus füllte, ist jetzt an ihm zu sehen (Johannes 1,14). Jesus nennt seinen Körper den Tempel (Johannes 2,19–21). Salomos letzte Bitte galt dem Gesalbten — Gott hat sie nicht abgewiesen.

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2. Chronik 7,1–3Was macht ein Haus zum Haus Gottes?MittelTypologie Institution

Was hier steht

Salomo hört auf zu beten, und Feuer fällt vom Himmel. Es verzehrt die Opfer, und Gottes Herrlichkeit nimmt das Haus ganz ein (7,1). Nicht das Handwerk macht den Bau heilig, sondern dass Gott einzieht. Leicht überlesen: Die Priester kommen nicht mehr hinein (7,2). Wer für den Dienst zuständig ist, steht draußen. Gottes Nähe füllt den Raum bis an den Rand. Das Volk sieht Feuer und Herrlichkeit, wirft sich auf dem Pflaster nieder und dankt (7,3). Der höchste Punkt des Buches hält nicht: Dasselbe Haus wird später verschlossen (28,24) und zuletzt verbrannt (36,19). Und der Thron wird Salomo gleich danach nicht wegen des Baus zugesagt, sondern weil Gott sich David gegenüber gebunden hat (7,18).

Der Christus-Bezug

Der Text weist über sich hinaus; das Neue Testament zitiert ihn nicht. Aber es redet vom Tempel so, dass die Rede bei einer Person endet. Jesus meint mit dem Tempel seinen Körper (Johannes 2,19–21) und stellt sich über das Heiligtum (Matthäus 12,6). Bei Salomo sperrte die Herrlichkeit die Priester aus; durch Christus geht die Tür auf (Hebräer 10,19–20).

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2. Chronik 9,1–8Auf wessen Thron sitzt der König von Juda?StarkHeilslinie

Was hier steht

Eine fremde Königin prüft Salomo mit schweren Rätseln; er löst jedes (9,1–2). Sie sieht das Haus, den Tisch, die Diener — und die Treppe, die der König zum Tempel nahm (9,4). Dann lobt sie seinen Gott, mit einem Satz, den nur die Chronik hat: Gott habe ihn auf einen Thron gesetzt, der Gott selbst gehört (9,8). In 1. Könige 10,9 steht an derselben Stelle der Thron Israels. Hier gehört der Thron Gott, und der König ist Verwalter, nicht Eigentümer — wozu, sagt sie auch: damit Recht geschieht. Die Chronik erzählt Salomos Abfall nicht mit; sie zeichnet den Erbauer. Den Verwalter hält der Thron trotzdem nicht: Ein Kapitel später zerfällt das Erbe (10,16–19).

Der Christus-Bezug

Nach demselben Muster führt das Neue Testament die Königslinie zu Ende. Der Engel sagt ohne Umschweife, wem dieser Thron gehört und wie lange (Lukas 1,32–33). Jesus nennt Salomo einmal — nicht als Vorausbild, sondern im Vergleich: Er selbst ist mehr (Matthäus 12,42). Auf Gottes Thron saßen in Juda lauter Verwalter. Einer sitzt dort nicht geliehen.

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2. Chronik 13,4–12Wem gehört das Königtum?StarkHeilslinie

Was hier steht

Abija steht auf einem Berg, sein Heer ist der kleinere Haufen, und er ruft dem Nordreich zwei Sätze zu. Erstens: Gott hat das Königtum David und dessen Nachkommen übergeben, für immer, besiegelt mit Salz (13,5). Salz verdirbt nicht; ein Salzbund ist ein Bund, der hält. Zweitens: Das Reich, das Juda verwaltet, gehört in Wahrheit Gott — wer Davids Söhne angreift, greift ihn an (13,8). Abija sagt auch, woran er das festmacht: Bei uns tun die Söhne Aarons den Dienst am Haus, bei euch macht sich jeder seine Priester (13,9–11). Thron und Haus stehen zusammen. Der Ausgang hängt dann nicht an Abija: Juda gewinnt, weil das Volk zum HERRN schreit (13,14–15).

Der Christus-Bezug

Nach demselben Muster liest das Neue Testament diese Linie weiter. 2. Chronik 13 wird nirgends zitiert. Aber die Zusage, um die Abija streitet, kommt dort wieder. Petrus erinnert an Gottes Schwur: Einer aus Davids Nachkommen wird dessen Thron einnehmen (Apostelgeschichte 2,30). Und Paulus eröffnet seinen Römerbrief mit dem Sohn, der als Nachkomme Davids geboren wurde (Römer 1,3).

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2. Chronik 24,17–22Warum stirbt ein Priester im Vorhof?MittelTypologie Ereignis

Was hier steht

Joasch verdankt sein Leben einem Priester. Als Athalja alle Königssöhne umbringen ließ, versteckte Jojadas Frau ihn sechs Jahre im Haus Gottes (22,10–12). Dann stellte Jojada ihn hin, gestützt auf Gottes Zusage an Davids Söhne (23,3). Solange Jojada lebt, geht es gut. Nach seinem Tod gewinnen die Obersten Judas Einfluss, und der König kehrt mit ihnen dem Tempel den Rücken (24,17–18). Gott schickt Propheten, niemand hört (24,19). Zuletzt tritt Sacharja auf, Jojadas Sohn. Der König gibt den Befehl; im Vorhof werfen die Leute Steine auf ihn — in dem Haus, das den König als Kind gerettet hatte (24,21). Sterbend ruft er Gott als Richter an (24,22). Das ist das Muster: Gott sendet, Juda hört nicht.

Der Christus-Bezug

Der Text weist über sich hinaus; als Vorausbild nennt das Neue Testament Sacharja nicht. Jesus reiht ihn ein, von Abel bis zu ihm, und nennt den Ort: zwischen Altar und Tempelhaus (Lukas 11,51). Ein Gerichtswort, kein Wort über ihn selbst. Den Schritt zu sich tut er anderswo: erst die Knechte, zuletzt der Sohn (Markus 12,1–8). Sacharja rief nach Vergeltung, der Sohn um Vergebung (Lukas 23,34).

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2. Chronik 36,15–23Wie endet das Buch — und wie endet es nicht?MittelKanonische Dramaturgie

Was hier steht

Gott schickt einen Boten nach dem anderen, ohne müde zu werden. Den Grund nennt der Text dazu: Sein Volk und seine Wohnung liegen ihm am Herzen (36,15). Sie verlachen die Boten, bis nichts mehr zu retten ist (36,16). Dann kommt Babel. Das Haus brennt, die Mauer fällt, die Geräte wandern nach Osten, der Rest wird weggeführt (36,17–20). Das Land holt seine Sabbate nach, siebzig Jahre lang (36,21). Und dann dreht das Buch im letzten Absatz. Der Perserkönig Kyrus lässt ausrufen, Gott habe ihn mit dem Bau eines Hauses in Jerusalem beauftragt; wer dazugehört, darf hinaufziehen (36,22–23). Ein fremder König zahlt für das Haus Gottes. Auf dem Thron Davids sitzt kein Sohn Davids.

Der Christus-Bezug

Das Buch stellt eine Frage, die es nicht beantwortet: Wer setzt sich auf diesen leeren Thron? Genau dort beginnt das Neue Testament. Matthäus zählt die Könige Judas bis zur Wegführung nach Babel und dann weiter, bis zu Jesus (Matthäus 1,11–16). Und Jesus erzählt von einem Herrn, der Knechte schickt, die verspottet werden, und zuletzt seinen Sohn (Markus 12,1–8).

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Bilder, die auf ihn zeigen

Hiskia bittet für Leute, die unrein zum Passah gekommen sind erfüllt in Der König, der für Übertreter eintritt

Viele aßen das Passah, ohne rein zu sein. Hiskia bittet nicht um eine Ausnahme, sondern um Vergebung für alle, die ernsthaft nach Gott fragen (30,18–19). Gott geht darauf ein, das Volk wird gesund (30,20). Das Neue Testament zieht diese Linie nicht; es sagt aber, dass Jesus bei Gott für die Seinen einsteht.

2. Chronik 30,18–20 · Hebräer 7,25

Merkvers

2. Chronik 6,18

Den Wortlaut findest du auf bibleserver.com (öffnet in neuem Tab); hier stehen bewusst nur die Stellenangaben.

Zum Weiterdenken

  1. Ahas schloss die Türen am Haus des HERRN, Hiskia machte sie im ersten Monat seiner Regierung wieder auf (28,24; 29,3). Welche Tür hast du zugemacht — und wann wäre dein erster Monat?
  2. Von Rehabeam sagt das Buch, er habe nach dem HERRN nicht gefragt (12,14). Woran würde jemand in deiner Woche sehen, wen du suchst?
  3. Hiskia bat für Leute, die nicht rein waren, und Gott ging darauf ein (30,18–20). Für wen in unserer Gemeinde wäre so ein Gebet jetzt dran?