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Gemeinsam unterwegs · Lektion 5 von 7

Rollenverständnis und Partnerschaft

Klare Rollen in Liebe und Respekt machen aus zwei Menschen ein Team.

Worum es geht
Zu wissen, wo man seinen Platz hat, gibt Sicherheit, Klarheit und Struktur. Die Lektion zeigt das biblische Bild der Rollen von Ehemann und Ehefrau und wie beide in Liebe, Respekt und Partnerschaft ein Wir bilden.
Leitvers
Epheser 5,22-33
Für euch als Paar
Ihr nehmt eure gottgegebenen Rollen in Liebe und Vertrauen an und tragt Entscheidungen und Verantwortung gemeinsam als Team.
Im Seminar
Lektion 5 von 7

Zu wissen, wo man seinen Platz hat, wo man hingehört und was die eigenen Aufgaben sind, ist in jeder Lebenslage entscheidend. Wer das nicht weiß, trägt einen inneren Konflikt mit sich herum. Heute wird zunehmend am System der Rollenverteilung gerüttelt, und zwar so stark, dass es in ein absolutes Ungleichgewicht geraten ist. Dieses Ungleichgewicht führt zu Problemen im Alltag und vor allem in der Ehe, und der Einfluss von außen reicht so weit, dass auch dieses radikale Denken bei uns Christen Wurzeln schlägt. Dabei soll Rollenverteilung auf gleicher Ebene geschehen und darf auf keinen Fall etwas mit Unterdrückung oder Machtmissbrauch zu tun haben. Eine falsche Rollenverteilung aber führt zur Verwirrung. Diese Lektion fragt, was Rollenverständnis eigentlich bedeutet, wie das biblische Bild von Ehemann und Ehefrau aussieht und wie aus zwei Rollen eine echte Partnerschaft wird.

Die Lektion Schritt für Schritt

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Warum es gut ist, seinen Platz zu kennenKern

Worum es geht

Rollenverständnis heißt, zu wissen, wo unser Platz ist. Das ist in jeder Lebenslage entscheidend, denn es gibt uns Sicherheit, Klarheit und Struktur. Ob in der Familie, in der Gemeinde oder am Arbeitsplatz: Nur wer seine Rolle kennt, kann effektiv handeln und ein harmonisches Miteinander gestalten. Fehlt dieses Verständnis, entstehen Konflikte, Unsicherheiten und Missverständnisse. Ein Leitsatz von Pastor Sergej Ruppel lautet: „Wenn sich die Welt bewegt, müssen wir als Christen wissen, wie schnell wir uns bewegen müssen.“ Christen sollen sich nicht dem Zeitgeist anpassen, und dennoch ist zu prüfen, wo die Gemeinde heute steht und ob eine Anpassung nötig ist. In jeder Generation entstehen neue Ansichten. Menschliche Regeln wandeln sich ständig, das Wort Gottes dagegen bleibt für immer unveränderlich. Die Veränderungen in der Welt beeinflussen unser Denken stark. Heute erleben wir den Trend zur Zerstörung der Geschlechterrollen. Damit ist nicht die Gleichberechtigung gemeint, denn die bleibt entscheidend: Jesus selbst hat gezeigt, dass wir niemanden unterdrücken oder vernachlässigen dürfen. Es geht darum, dass jeder weiß, wo sein Platz und seine Stellung ist. Denn Gott hat uns ein klares Bild vorgegeben.

Was das für euch heißt

Dieses Bild ist nicht von Menschen gemacht, es kommt direkt von Gott. Dürfen wir Menschen dann so unverschämt sein, an diesem Bild zu rütteln? Die Lektion antwortet klar: Sicherlich nicht. Der Zeitgeist fordert und provoziert das, aber die Gemeinde darf sich nicht durch Druck von außen verleiten lassen, Gottes Entscheidungen außer Kraft zu setzen. Tun wir das, verlieren wir alles. Für euch als Paar liegt darin eine Zusage: Der Herr segnet das richtige Rollenverhältnis in eurer Ehe. Wenn Gott euch dieses Bild vorgibt und ihr es so annehmt, folgt daraus zwangsläufig auch sein Segen. Fragt euch darum ehrlich, ob ihr dieses Bild für eure Ehe wirklich angenommen habt oder ob der Druck von außen auch bei euch schon Spuren hinterlassen hat.

Rollen im Wandel: ein Blick zurück und in die GegenwartVertiefung

Worum es geht

In der Vergangenheit waren die Rollen von Mann und Frau in der Ehe klar definiert. Der Mann galt als Versorger und Beschützer, die Frau war für die Kindererziehung und den Haushalt zuständig. Diese traditionellen Rollenbilder hatten allerdings oft einen männerdominierten Charakter, der in vielen Kulturen zur Unterdrückung der Frau geführt hat. Heute erleben wir eine Verschiebung dieser Rollen. Die moderne Gesellschaft fordert Gleichheit und eine faire Verteilung der Verantwortungen, betont die absolute Gleichheit der Rollen aber oft so stark, dass dies als Auflösung klarer Verantwortlichkeiten wahrgenommen wird und Verwirrung stiftet. Diese Unklarheit kann in der Ehe zu Konflikten führen, weil jeder Partner unsicher wird, was seine Rolle und Aufgabe ist. Die Lektion verweist außerdem auf eine soziologische Studie zu den Ursachen von Scheidungen. Deren Kernaussage: Ehen scheitern nicht nur an persönlichen Konflikten, sondern werden oft von äußeren Umständen beeinflusst, von sozialen und wirtschaftlichen Faktoren bis zu gesellschaftlichen Normen und Erwartungen. Als stabilisierend nennt die Studie den gelebten Glauben: Paare, die ihren Glauben gemeinsam praktizieren, sind enger verbunden und führen eine stabilere Ehe.

Was das für euch heißt

Die Bilder, die ihr aus eurer Herkunft, aus der Kultur und aus dem Zeitgeist mitbringt, prägen eure Erwartungen aneinander, oft ohne dass ihr es merkt. Die Lektion warnt vor zwei Abwegen: vor einem Rollenbild, das die Frau unterdrückt, und vor einer Überbetonung absoluter Gleichheit, die klare Verantwortlichkeiten auflöst und Unsicherheit erzeugt. Die Lektion erinnert außerdem daran, dass gemeinsam gelebter Glaube eine Ehe stabiler macht. Sprecht darüber, welches Rollenbild ihr aus euren Familien mitbekommen habt, wo es euch guttut und wo es euch verwirrt. Und fragt euch, ob eure gemeinsame Glaubenspraxis heute ein tragender Teil eurer Ehe ist.

Epheser 5,22-33Unterordnung aus Liebe: das biblische BildKern

Worum es geht

Das Wort Gottes gibt klare Anweisungen, wie eine Ehe im Einklang mit Gottes Plan aussieht. In Epheser 5,22-33 erklärt Paulus das Prinzip der gegenseitigen Unterordnung aus Liebe: Der Mann soll seiner Frau mit derselben Liebe begegnen, die Christus der Gemeinde entgegenbringt, und von der Frau erwartet er Respekt gegenüber ihrem Mann. Ähnlich argumentiert Petrus in 1. Petrus 3,1-7: Von der Frau erwartet er Unterordnung unter ihren Mann; vom Mann, dass er auf seine Frau mit Einsicht eingeht und ihr Ehre erweist. Diese Unterordnung ist nicht als Unterdrückung gemeint, sondern als Ausdruck von Liebe und Respekt. Christus ist für die Gemeinde in den Tod gegangen; genauso ist es die Aufgabe des Mannes, in der Ehe dieselbe Opferbereitschaft zu zeigen. Schon in Epheser 5,21 mahnt Paulus beide zur gegenseitigen Unterordnung in Ehrfurcht vor Christus. Beide tragen also Verantwortung, einander zu lieben, zu respektieren und sich einander unterzuordnen; das gründet in ihrer Liebe zu Jesus und spiegelt die göttliche Ordnung wider. Jeder soll den Partner über sich selbst stellen und sich um dessen Wohl bemühen. Diese wechselseitige Liebe und dieser Respekt stärken die Beziehung und tragen sie durch die Höhen und Tiefen des Lebens. Jesus ist für dieses Bild das klare Vorbild: Bei ihm gab es keine Unterdrückung und keine Ungleichheit; er zeigte seine Liebe jedem.

Was das für euch heißt

Eure Ehe steht auf dem Fundament, dass ihr beide eure gottgegebene Rolle versteht und annehmt. Sind die Rollen klar, bleibt weniger Raum für Missverständnisse, und ihr könnt eure Gaben und Stärken zum Aufbau eurer Beziehung einbringen. Das schafft Stabilität und eine tiefe geistliche Verbindung, die auf Christus ruht. Ein Ehemann, der seine Rolle als Leiter annimmt, tut das in Liebe; eine Ehefrau, die sich ihrem Mann in Respekt unterordnet, tut das aus Vertrauen. Diese Rollen ergänzen sich und schaffen eine Harmonie aus Selbstlosigkeit und Hingabe, so wie zwischen Christus und der Gemeinde. Die Lektion nennt außerdem fünf biblische Prinzipien für die Ehe. Vergebung ist für eine gesunde Beziehung entscheidend (Matthäus 18,21-22). Treue und Hingabe gehören dauerhaft zu eurer Ehe (Sprüche 3,3-4). Ehrlichkeit und Transparenz schaffen Vertrauen (Kolosser 3,9). Gemeinsames Gebet und geistliches Wachstum gehören zusammen (Matthäus 18,20). Und Vertrauen in Gott ist die Grundlage für Entscheidungen und Herausforderungen (Sprüche 16,3). Schaut gemeinsam, welches dieser fünf Prinzipien in eurer Ehe gerade am meisten Aufmerksamkeit braucht.

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Epheser 5,25Die Rolle des Ehemanns: führen, lieben, ermutigenKern

Worum es geht

Die Lektion beschreibt die Rolle des Ehemanns in drei Zügen. Erstens ist er Leiter der Familie. Er trägt die Verantwortung, seine Familie geistlich, emotional und praktisch zu leiten. Das ist keine autoritäre oder selbstsüchtige Herrschaft, sondern Führung im Geist von Christus: Ein guter Leiter dient, leitet mit Demut und trifft Entscheidungen im besten Interesse der Familie. Er lenkt den geistlichen Weg seiner Familie, schützt sie und sorgt für sie. Zweitens ist er liebender Ehemann. Epheser 5,25 legt für seine Liebe zur Frau denselben Maßstab an, den Christus mit seiner Liebe zur Gemeinde gesetzt hat. Der Ehemann soll also bereit sein, sich für seine Frau zu opfern, sie zu pflegen und bedingungslos zu lieben. Diese Liebe ist nicht nur ein Gefühl, sie zeigt sich in konkreten Taten, im Einstehen füreinander und in Fürsorge in jeder Lebenslage; eine Ehe, die darauf ruht, gibt Sicherheit und fördert Vertrauen. Drittens ist er Unterstützer und Ermutiger. Er unterstützt seine Frau in ihren Aufgaben und Entscheidungen, hilft ihr, ihre Rolle zu entfalten, und stärkt sie durch Ermutigung und Wertschätzung. Er ist ihr emotionaler und geistlicher Rückhalt und fördert ihre Gaben und Fähigkeiten.

Was das für euch heißt

Für dich als Ehemann heißt das: Leiten bedeutet zuerst dienen. Frag dich, ob deine Familie an dir einen Mann erlebt, der den geistlichen Weg vorangeht, der schützt und versorgt und der mit Demut entscheidet statt mit Härte. Deine Liebe ist nicht nur ein Gefühl, sie zeigt sich in Taten: am Einstehen für deine Frau, an der Fürsorge, wenn es schwer wird, an deiner Bereitschaft, eigene Wünsche zurückzustellen. Ermutigung heißt dabei nicht nur Lob, sondern auch praktische Unterstützung im Alltag. Eine solche Führung nimmt niemandem etwas weg; sie schafft Sicherheit und Rückhalt für die ganze Familie und unterstützt deine Frau darin, ihre Gaben zu entfalten. Sprecht darüber, wo der Mann diese Rolle schon ausfüllt und wo seine Frau sich mehr Rückhalt und Ermutigung von ihm wünscht.

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Epheser 5,22-24Die Rolle der Ehefrau: vertrauen, hüten, beratenKern

Worum es geht

Auch die Rolle der Ehefrau zeichnet die Lektion in drei Zügen. Erstens geht es um Unterordnung im biblischen Sinn. Epheser 5,22-24 spricht von der Unterordnung der Frau unter ihren Mann. Diese Unterordnung ist nicht als minderwertige Rolle zu verstehen, sondern als freiwillige Hingabe an die Führung des Ehemanns, die im biblischen Rahmen von Liebe und Respekt geschieht. Unterordnung bedeutet, den Mann in seiner Rolle zu respektieren und ihm zu vertrauen. Das ist ein Akt der Liebe und der Anerkennung der göttlichen Ordnung. Zweitens ist die Frau Hüterin des Hauses. Sie trägt eine besondere Verantwortung dafür, dass das Zuhause ein Ort des Friedens, der Ordnung und der Liebe ist. Ihre Aufgabe ist es, das emotionale und geistliche Zentrum der Familie zu stärken, indem sie ihren Mann und die Kinder in ihrem Wachstum unterstützt. Sie ist das Herz des Hauses und prägt die familiäre Atmosphäre entscheidend. Drittens ist sie Partnerin und Beraterin. Sie ist nicht nur Unterstützerin, sondern gleichwertige Partnerin, die ihren Mann in wichtigen Entscheidungen berät und ihre Perspektive einbringt, damit beide zu einem ausgewogenen Urteil kommen. Ihre Weisheit wird geschätzt, und sie trägt aktiv zur Richtung und zu den Werten der Familie bei.

Was das für euch heißt

Für dich als Ehefrau heißt das: Unterordnung ist keine Frage des Wertes, sondern des Vertrauens. Du gibst nichts von deiner Würde ab, wenn du deinem Mann in seiner Rolle Respekt entgegenbringst; du entscheidest dich bewusst, ihm zu vertrauen und die Ordnung anzuerkennen, die Gott gesetzt hat. Diese Unterordnung geschieht im biblischen Rahmen von Liebe und Respekt, wie ihn Epheser 5,25 für den Mann beschreibt; mit Unterdrückung oder Machtmissbrauch hat sie nichts zu tun. Zugleich bist du mehr als Unterstützerin. Deine Perspektive, deine Weisheit und dein Rat gehören auf den Tisch, wenn wichtige Entscheidungen anstehen. Für dich als Mann heißt das: Unterstütze deine Frau darin, euer Zuhause als Ort des Friedens, der Ordnung und der Liebe zu gestalten, und schätze, was sie dafür tut. Und für euch beide: Sprecht darüber, wie die Frau ihre Rolle als Hüterin und Beraterin erlebt und wo sie sich wünscht, dass ihr Mann ihren Rat stärker sucht.

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Was einen guten Ehemann und eine gute Ehefrau auszeichnetVertiefung

Worum es geht

Die Lektion stellt biblische Eigenschaften eines guten Ehemanns und einer guten Ehefrau mit Stellenangaben zusammen; die wichtigsten davon schärfen das Bild. Der Ehemann ist demnach Liebender (Epheser 5,25-28; Kolosser 3,19; 1. Korinther 13,4-7), Leiter (Epheser 5,23; 1. Korinther 11,3), Beschützer (1. Petrus 3,7), Versorger (1. Timotheus 5,8), Vergebender und Geduldiger (Kolosser 3,13), Unterstützer (Epheser 5,29), Glaubensvorbild (Josua 24,15), Dienender (Markus 10,45), Lehrer des Wortes (5. Mose 6,6-7) und Beschützer der Ehe (Hebräer 13,4). Die Ehefrau ist Unterstützende (Epheser 5,22-24; Kolosser 3,18; 1. Petrus 3,1-2), Liebende (Titus 2,4), Ehrende (Sprüche 31,10-12), Weisheitssuchende (Sprüche 31,26), Tüchtige und Fleißige (Sprüche 31,13-19; Sprüche 31,27), Barmherzige (Sprüche 31,20), Respektvolle (Epheser 5,33), Helferin (1. Mose 2,18) und Vergebende (Matthäus 6,14-15). Auffällig ist, wie viele Züge die Lektion beiden zuschreibt: Demut, Dienen, Frieden halten und die Bereitschaft, eigene Interessen hinter die des Partners zurückzustellen (Philipper 2,3-4); beim Ehemann sind sie zusätzlich mit Jakobus 4,10, Markus 10,45 und Römer 12,18 belegt.

Was das für euch heißt

Nutzt diese Aufzählung nicht als Prüfkatalog, mit dem ihr einander benotet, sondern als Spiegel, in den jeder zuerst selbst schaut. Nehmt euch je drei Eigenschaften vor, die euch besonders ansprechen, und lest die zugehörigen Stellen in Ruhe nach. Dann fragt euch ehrlich: Wo erlebt mein Partner diese Eigenschaft schon an mir, und wo vermisst er sie noch? Die Rollen sind verschieden, die Herzenshaltung ist dieselbe: Demut, Dienstbereitschaft, Frieden und die Bereitschaft, eigene Interessen hinter die des Partners zurückzustellen. Wer so aufeinander zugeht, für den hat die Rollenfrage nichts mit Unterdrückung oder Machtmissbrauch zu tun; sie wird zu einem Miteinander.

Sprüche 31,13-30Was eine Frau wirklich schön machtVertiefung

Worum es geht

Die Lektion vertieft das Bild der Ehefrau mit einem Abschnitt über die wahre Schönheit einer Frau nach Sprüche 31. Fünf Züge füllen dieses Bild. Der erste ist Weisheit: Eine weise Frau achtet auf ihre Wortwahl (Sprüche 31,26), und ihre Weisheit zeigt sich darin, dass sie ihren Ehemann achtet und respektiert, sich ihm unterordnet und sich liebevoll ihrer Familie hingibt. Der zweite ist Fleiß: Eine fleißige Frau sorgt für Ordnung und Wohlstand im Haus (Sprüche 31,13-19), erledigt ihre Arbeit gewissenhaft, plant und verwaltet den Haushalt und kümmert sich unermüdlich um die Bedürfnisse ihrer Familie. Der dritte ist Fürsorglichkeit und Nächstenliebe: Eine fürsorgliche Frau kümmert sich liebevoll um Mann und Kinder, sorgt für das Essen, schafft ein liebevolles Zuhause, ist geduldig und freundlich, kommuniziert respektvoll, fördert eine harmonische Atmosphäre und erzieht ihre Kinder in Liebe; ihre Nächstenliebe reicht dabei über die Familie hinaus zu den Bedürftigen (Sprüche 31,20). Der vierte ist Würde, Gottesfurcht und geistliches Wachstum (Sprüche 31,25-30): Eine solche Frau bewahrt ihre Würde und Integrität in allen Lebensbereichen, ist ein Vorbild für ihre Kinder und für andere und lehrt die Kinder, Gott zu fürchten, nach seinen Geboten zu leben und eine Beziehung zu ihm zu finden. Sprüche 31,30 bringt es auf den Punkt: Auf Anmut ist kein Verlass, Schönheit hält nicht, aber eine gottesfürchtige Frau verdient Lob. Der fünfte ist Sanftmut und Freundlichkeit (1. Petrus 3,3-4): Petrus stellt dem äußeren Schmuck die innere Haltung gegenüber. Eine ruhige, sanfte Art altert nicht, und gerade sie schätzt Gott besonders hoch. Dazu gehören innere Tugenden wie Güte, Geduld, Vergebungsbereitschaft, Treue und Mitgefühl.

Was das für euch heißt

Wahre Schönheit hängt nach diesem Bild nicht am Äußeren; sie wächst von innen. Für dich als Frau heißt das: Was bleibt, ist eine ruhige, sanfte Art, Gottesfurcht und ein Leben, an dem sich andere orientieren können. Für dich als Mann heißt das: Sieh und benenne diese Schönheit an deiner Frau. Sag ihr, wo du ihre Weisheit, ihren Fleiß, ihre Fürsorge und ihre Gottesfurcht erlebst. Und für euch beide: Redet darüber, welche dieser fünf Züge in eurem Zuhause schon sichtbar sind und wo ihr als Paar dafür Raum schaffen wollt.

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Partnerschaft: das Wir stärkenPraxis

Worum es geht

Partnerschaft ist ein Grundpfeiler der Ehe und bedeutet mehr als nur zusammenzuleben: Es ist das bewusste Arbeiten an einer tiefen, gemeinsamen Verbindung, in der man sich unterstützt, Verantwortung teilt und Entscheidungen zusammen trifft. Partnerschaft lebt vom Gleichgewicht zwischen den individuellen Rollen und der gemeinsamen Verantwortung; jeder bringt Stärken und Perspektiven mit, die zusammen eine kraftvolle Einheit bilden. Die Ehe ist keine bloße Aufteilung von Aufgaben, sondern eine gemeinsame Lebensreise, auf der jeder dem anderen hilft, seine Berufung zu erfüllen. Gott hat die Ehe als Ort der Einheit und der gegenseitigen Erbauung geschaffen, in dem beide gleichwertig, aber in ihren Rollen einzigartig sind. Dazu gehört erstens die gemeinsame Entscheidungsfindung. Entscheidungen sollen nicht von einem allein getroffen werden, sondern im Wir-Gefühl entstehen. Das braucht eine Atmosphäre offener Kommunikation, in der beide ihre Gedanken und Gefühle teilen und nach sorgfältiger Überlegung, mit Respekt und Verständnis, zu einer Einigung kommen. Das stärkt die Einheit und fördert eine gesunde, ausgeglichene Beziehung. Zweitens gehört die geteilte Verantwortung dazu. Die Lasten des Alltags wie Haushalt, Finanzen und besonders die Erziehung der Kinder werden fair und im gegenseitigen Verständnis aufgeteilt, und das stärkt die Wertschätzung füreinander. Gerade in der Elternschaft ist Zusammenarbeit gefragt: Die Kinder gemeinsam zu erziehen und ihnen Gottes Werte zu vermitteln, ist eine heilige Aufgabe, die beide gleichwertig erfüllen sollen.

Was das für euch heißt

Nehmt euch drei konkrete Schritte vor. Erstens: Verständigt euch darauf, alle wichtigen Entscheidungen nur gemeinsam zu treffen, etwa bei den Finanzen oder in der Erziehung der Kinder, und haltet euch daran. Zweitens: Schaut euch die Lasten eures Alltags ehrlich an, also Haushalt, Finanzen und, wenn ihr Kinder habt, die Erziehung, und prüft, ob die Aufteilung fair ist und ob jeder sich mit seinen Stärken einbringen kann. Drittens: Schafft bewusst Gelegenheiten, in denen ihr Gedanken und Gefühle offen teilt, damit Entscheidungen im Wir entstehen und nicht einseitig fallen. Viele Konflikte entstehen genau dort, wo einer allein entscheidet. Wo ihr dagegen die Herausforderungen des Lebens gemeinsam meistert, die Verantwortung teilt und einander ermutigt, wächst das Wir, das durch Liebe, Respekt und Kommunikation gestärkt wird und das Fundament eurer Ehe festigt.

Zum Mitnehmen

Rollenverständnis ist entscheidend

Zu wissen, wo man hingehört und welche Aufgaben man hat, fördert Harmonie und Effektivität in der Ehe.

Rollenverschiebung stiftet Verwirrung

Die moderne Gesellschaft fordert Gleichheit; wo dabei klare Verantwortungen und Aufteilung fehlen, entstehen Unsicherheit und Konflikte. Eine klare, biblische Orientierung kann helfen, diese Unsicherheit zu beseitigen.

Das biblische Modell: Liebe und Respekt

Der Ehemann führt, liebt und unterstützt seine Frau; die Frau füllt ihre Rolle als Hüterin und Beraterin mit Respekt und Vertrauen aus. Wo beide ihre Rolle annehmen, entsteht Harmonie.

Epheser 5,22-33; 1. Petrus 3,1-7

Als Team entscheiden

Einseitige Entscheidungen erzeugen Konflikte; trefft alle wichtigen Entscheidungen gemeinsam, redet offen miteinander und schätzt die Stärken des anderen. Eine Ehe aus Teamarbeit, geteilter Verantwortung und gegenseitigem Respekt bleibt auf lange Sicht stabil und erfüllend.

Auf Gott gründen

Wer die Ehe auf Gott gründet und seine Prinzipien anwendet, kann Herausforderungen gemeinsam meistern und eine tiefere Verbindung aufbauen.

Merkvers

Epheser 5,22-33

Den Wortlaut findest du auf bibleserver.com (öffnet in neuem Tab); hier stehen bewusst nur die Stellenangaben.

Gespräch zu zweit

  1. Welche Rollen kennt ihr aus Gemeinde, Schule, Arbeit und Ehe, und kennt ihr Beispiele, in denen das Verändern von Rollen zu Problemen geführt hat?
  2. Wie würdet ihr das biblische Rollenverständnis in eigenen Worten beschreiben, und wo weicht euer eigenes Bild davon ab, geprägt durch Herkunft oder Zeitgeist?
  3. Welche Aufgaben und Rollen habt ihr als Ehemann und als Ehefrau, und in welchen Bereichen fühlt ihr euch darin sicher oder unsicher?
  4. Wo entscheidet in eurer Ehe einer allein, und wie könnt ihr wichtige Entscheidungen künftig im Wir treffen?
  5. Wie teilt ihr Haushalt, Finanzen und, wenn ihr Kinder habt, die Erziehung, und welche Ermutigung wünscht ihr euch dabei voneinander?